Zunächst rate ich: Bleiben Sie ruhig und machen Sie von Ihrem Schweigerecht Gebrauch. Verlangen Sie, sofort Kontakt mit einem Anwalt aufnehmen zu können. Dies kann auf direktem Wege geschehen, wenn Sie die Telefonnummer eines oder Ihres Anwalts zur Hand haben, Tag und Uhrzeit sind dabei unerheblich. Sie können aber auch Familie oder Freunde anrufen und sie bitten, einen Anwalt mit Ihrer Verteidigung zu beauftragen. Der Anwalt wird sofort damit beginnen, Ihre Interessen gegenüber der ermittelnden Polizei und Staatanwaltschaft zu vertreten.

Was können Angehörige, Partner oder Freunde tun?    

Sie können dafür Sorge tragen, daß der Festgenommene möglichst schnell anwaltliche Hilfe erhält und einen Anwalt benachrichtigen. Tag und Uhrzeit spielen dabei keine Rolle. Gerade Strafverteidiger haben einen 24-Stunden-Notruf eingerichtet. Dabei ist es unerheblich, bereits zuvor mit diesem Anwalt in Kontakt gewesen zu sein. Es    hilft    dem    Anwalt,    bei    diesem    Telefonat    den    Namen    des    Festgenommen,    wenn    möglich    sein    Geburtsdatum, sowie    Zeit    und    Ort    der    Festnahme    zu    erfahren;    sollte    die    Dienststelle    bekannt    sein,    zu    welcher    man    den Festgenommenen    gebracht    hat,    ist    dies    ein    weiterer    wertvoller    Hinweis.    Der    Anwalt    wird    umgehend    mit    den zuständigen   Polizeibeamten   Kontakt   aufnehmen,   um   die   Interessen   des   Festgenommenen   zu   vertreten   und   um ihn bestmöglich zu verteidigen. Um   zu   gegebener   Zeit   gegenüber   dem   Haftrichter   eine   Haftverschonung   zu   bewirken,   wird   der   Verteidiger   z.   B. Argumente   wie   einen   festen   Wohnsitz,   eine   bestehende   Arbeit   oder   intakte   Familienverhältnisse   vortragen.   Hier hilft   es   dem   Verteidiger,   wenn   z.   B.   eine   Meldebescheinigung,   der   Nachweis   über   eine   Ehe,   Kinder   oder   über   ein bestehendes Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis beigebracht werden.

Der erste Termin nach der Festnahme

Spätestens    am    Tage    nach    der    Festnahme    kommt    es    zu    einem    Vorführtermin.    An    diesem    Termin    nehmen    der (Ermittlungs)-Richter,    der    Staatsanwalt    und    der    Festgenommene,    teil.    Hier    wird    geprüft,    ob    die    rechtlichen Voraussetzungen    für    einen    Haftbefehl    vorliegen,    ob    derjenige    also    in    Untersuchungshaft    genommen    werden kann. Hat     derjenige     bereits     einen     Verteidiger,     ist     dieser     in     der     Regel     ebenfalls     anwesend     und     beantragt     die Zurückweisung des Antrags der Staatsanwaltschaft auf Erlass eines Haftbefehls oder Haftverschonung. Ist der Festgenommene allein bei diesem Termin, gibt es niemanden, der ihm menschlich und juristisch zur Seite steht. Der   Verteidiger   wird   Tatvorwürfe   zu   entkräften   versuchen   sowie   Argumente   für   eine   Haftverschonung   vortragen. Möglicherweise kommt auch die Stellung einer Kaution in Betracht. Wird    eine    Haftverschonung    erreicht,    bedeutet    dies,    daß    der    Haftbefehl    außer    Vollzug    gesetzt    wird,    aber    nicht aus    der    Welt    ist.    Üblicherweise    muss    sich    der    Beschuldigte    während    der    Dauer    der    Haftverschonung    ein-    bis dreimal wöchentlich bei der für seinen Wohnort zuständigen Polizeidienststelle melden.

Wie geht es weiter?

Wird     eine     Haftverschonung     abgelehnt,     bleibt     der     Beschuldigte     zunächst,     unter     Umständen     sogar     bis     zur Hauptverhandlung,     in     Untersuchungshaft.     Die     Hauptverhandlung     findet     in     der     Regel     innerhalb     von     sechs Monaten nach der Verhaftung statt. In dieser Zeit erarbeitet der Verteidiger mit dem Mandaten gemeinsam eine Verteidigungsstrategie. In   dieser   schwierigen   Situation   ist   der   Verteidiger   auch   der   regelmäßige   Kontakt   zur   Außenwelt   und   Ansprech- partner für Angehörige, Partner und Freunde.

Erste Hilfe bei Untersuchungshaft

  Zunächst rate ich: Bleiben Sie ruhig und machen Sie von Ihrem Schweigerecht Gebrauch. Verlangen Sie, sofort Kontakt mit einem Anwalt aufnehmen zu können. Dies kann auf direktem Wege geschehen, wenn Sie die Telefonnummer eines oder Ihres Anwalts zur Hand haben, Tag und Uhrzeit sind dabei unerheblich. Sie können aber auch Familie oder Freunde anrufen und sie bitten, einen Anwalt mit Ihrer Verteidigung zu beauftragen. Der Anwalt wird sofort damit beginnen, Ihre Interessen gegenüber der ermittelnden Polizei und Staatanwaltschaft zu vertreten.

Was können Angehörige, Partner oder Freunde tun? 

  

Sie können dafür Sorge tragen, daß der Festgenommene möglichst schnell anwaltliche Hilfe erhält und einen Anwalt benachrichtigen. Tag und Uhrzeit spielen dabei keine Rolle. Gerade Strafverteidiger haben einen 24-Stunden-Notruf eingerichtet. Dabei ist es unerheblich, bereits zuvor mit diesem Anwalt in Kontakt gewesen zu sein. Es   hilft   dem   Anwalt,   bei   diesem   Telefonat   den   Namen   des   Festgenommen, wenn    möglich    sein    Geburtsdatum,    sowie    Zeit    und    Ort    der    Festnahme    zu erfahren;     sollte     die     Dienststelle     bekannt     sein,     zu     welcher     man     den Festgenommenen    gebracht    hat,    ist    dies    ein    weiterer    wertvoller    Hinweis. Der    Anwalt    wird    umgehend    mit    den    zuständigen    Polizeibeamten    Kontakt aufnehmen,   um   die   Interessen   des   Festgenommenen   zu   vertreten   und   um ihn bestmöglich zu verteidigen. Um    zu    gegebener    Zeit    gegenüber    dem    Haftrichter    eine    Haftverschonung zu     bewirken,     wird     der     Verteidiger     z.     B.     Argumente     wie     einen     festen Wohnsitz,      eine      bestehende      Arbeit      oder      intakte      Familienverhältnisse vortragen.        Hier        hilft        es        dem        Verteidiger,        wenn        z.        B.        eine Meldebescheinigung,    der    Nachweis    über    eine    Ehe,    Kinder    oder    über    ein bestehendes Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis beigebracht werden.

Der erste Termin nach der Festnahme

Spätestens      am      Tage      nach      der      Festnahme      kommt      es      zu      einem Vorführtermin.    An    diesem    Termin    nehmen    der    (Ermittlungs)-Richter,    der Staatsanwalt    und    der    Festgenommene,    teil.    Hier    wird    geprüft,    ob    die rechtlichen   Voraussetzungen   für   einen   Haftbefehl   vorliegen,   ob   derjenige also in Untersuchungshaft genommen werden kann. Hat    derjenige    bereits    einen    Verteidiger,    ist    dieser    in    der    Regel    ebenfalls anwesend       und       beantragt       die       Zurückweisung       des       Antrags       der Staatsanwaltschaft auf Erlass eines Haftbefehls oder Haftverschonung. Ist der Festgenommene allein bei diesem Termin, gibt es niemanden, der ihm menschlich und juristisch zur Seite steht. Der      Verteidiger      wird      Tatvorwürfe      zu      entkräften      versuchen      sowie Argumente    für    eine    Haftverschonung    vortragen.    Möglicherweise    kommt auch die Stellung einer Kaution in Betracht. Wird    eine    Haftverschonung    erreicht,    bedeutet    dies,    daß    der    Haftbefehl außer    Vollzug    gesetzt    wird,    aber    nicht    aus    der    Welt    ist.    Üblicherweise muss   sich   der   Beschuldigte   während   der   Dauer   der   Haftverschonung   ein- bis      dreimal      wöchentlich      bei      der      für      seinen      Wohnort      zuständigen Polizeidienststelle melden.

Wie geht es weiter?

Wird    eine    Haftverschonung    abgelehnt,    bleibt    der    Beschuldigte    zunächst, unter   Umständen   sogar   bis   zur   Hauptverhandlung,   in   Untersuchungshaft. Die    Hauptverhandlung    findet    in    der    Regel    innerhalb    von    sechs    Monaten nach der Verhaftung statt. In    dieser    Zeit    erarbeitet    der    Verteidiger    mit    dem    Mandaten    gemeinsam eine Verteidigungsstrategie. In    dieser    schwierigen    Situation    ist    der    Verteidiger    auch    der    regelmäßige Kontakt   zur   Außenwelt   und   Ansprech-partner   für   Angehörige,   Partner   und Freunde.

Erste Hilfe bei Untersuchungshaft