Lernen Sie, sich zu schützen. Und werden Sie aktiv. Lernen Sie, sich (selbst) zu schützen. Dokumentieren Sie die Vorfälle, damit Polizei, Staatsanwaltschaft und Gericht  wirksam dagegen vorgehen können.  Sie sind in dieser Situation nicht auf sich allein gestellt. Nehmen Sie Hilfe in Anspruch auch und gerade  durch einen Anwalt, der Sie umfassend beraten und unterstützen kann.  Es ist viel besser, der Situation aktiv zu begegnen, als ein Gefühl der Hilflosigkeit und Ohnmacht  zuzulassen. Die oben genannten Punkte können Ihnen dabei helfen.     Und: Sie müssen sich für das, was Ihnen gerade widerfährt, nicht entschuldigen, denn nicht Sie sind für  das, was gerade geschieht, verantwortlich.   

Ihre rechtlichen Möglichkeiten

Seit 2007 gibt es den Straftatbestand der Nachstellung (§ 238 StGB).   Doch oft stehen die Taten des Stalkers in Zusammenhang mit weiteren Straftatbeständen wie z. B.  Hausfriedensbruch (§ 123 StGB), übler Nachrede (§ 186 StGB), Ausspähen von Daten (§ 202 a StGB),  Körperverletzung (§ 223 StGB), Nötigung (§ 240 StGB), Bedrohung (§ 241 StGB) oder § 4 GewSchG, um nur einige  aufzuführen.  Die Kombination dieser Straftatbestände mit dem - alleinstehend recht wenig abschreckenden - Straftatbestand  der Nachstellung, machen eine Abwehr und Verfolgung effektiver und nachhaltiger.   Leider ist es für das Beschreiten des Rechtsweges unerläßlich, das Verhalten des Täters zu Beweiszwecken zu  dokumentieren. Dies nötigt Ihnen zusätzliche Kraft ab, kann aber auch dazu führen, daß die gefühlte Hilflosigkeit  in proaktives Handeln überwechselt und eine gewisse Versachlichung der Situation eintritt.  Ein Anwalt, der mit der Vertretung von Stalking-Betroffenen Erfahrung hat, kann zielgerichtet und effektiv dafür  Sorge tragen, daß alle Maßnahmen ergriffen werden, um dem Stalker Einhalt zu gebieten.  

Antrag auf Erlaß einer einstweiligen Anordnung

nach dem Gewaltschutzgesetz

Bei mehrfachen Belästigungen, Bedrohungen oder Übergriffen haben Sie die Möglichkeit, beim Familiengericht  gemäß §§ 210 ff. FamFG einen Antrag auf Erlaß einer einstweiligen Anordnung nach dem Gewaltschutzgesetz zu  stellen, wenn die Anforderungen nach § 1 GewSchG vorliegen.  Durch die Anordnung kann dem Stalker verboten werden, sich bis auf eine bestimmte Entfernung der Wohnung,  dem Arbeitsplatz oder anderen Orten, an denen Sie sich üblicherweise aufhalten, zu nähern oder dort  aufzuhalten. Außerdem kann die Kontaktaufnahme durch Telekommunikationsmittel, z.B. Telefon oder Internet,  oder durch Dritte untersagt werden. Leben Täter und Opfer zusammen in einem Haushalt, kann der Täter der  Wohnung verwiesen werden. Im allgemeinen wird die Anordnung für sechs Monate erlassen und kann auf  (erneuten) Antrag verlängert werden. Die Anordnung wird normalerweise binnen weniger Stunden bis zu wenigen  Tagen erlassen.  Den Antrag können Sie selbst stellen. Doch zeigt die Erfahrung, daß es in dieser ohnehin belastenden Situation  schwer ist, bei Antragsstellung sowie bei der Polizei die Geschehnisse wiederholt schildern zu müssen. Auch hier  ist es ist besser, einen Anwalt zu beauftragen. 
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Stalking

ERSTE HILFE ERSTE HILFE BEI U-HAFT PFLICHTVERTEIDIGUNG JUGENDSTRAFRECHT
Lernen Sie, sich zu schützen.  Und werden Sie aktiv. Lernen Sie, sich (selbst) zu schützen. Dokumentieren Sie die Vorfälle, damit Polizei, Staatsanwaltschaft  und Gericht wirksam dagegen vorgehen können.  Sie sind in dieser Situation nicht auf sich allein gestellt. Nehmen  Sie Hilfe in Anspruch auch und gerade durch einen Anwalt, der Sie  umfassend beraten und unterstützen kann.  Es ist viel besser, der Situation aktiv zu begegnen, als ein Gefühl  der Hilflosigkeit und Ohnmacht zuzulassen. Die oben genannten  Punkte können Ihnen dabei helfen.     Und: Sie müssen sich für das, was Ihnen gerade widerfährt, nicht  entschuldigen, denn nicht Sie sind für das, was gerade geschieht,  verantwortlich.   

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Seit 2007 gibt es den Straftatbestand der Nachstellung (§ 238 StGB).   Doch oft stehen die Taten des Stalkers in Zusammenhang mit weiteren  Straftatbeständen wie z. B. Hausfriedensbruch (§ 123 StGB), übler  Nachrede (§ 186 StGB), Ausspähen von Daten (§ 202 a StGB),  Körperverletzung (§ 223 StGB), Nötigung (§ 240 StGB), Bedrohung (§ 241  StGB) oder § 4 GewSchG, um nur einige aufzuführen.  Die Kombination dieser Straftatbestände mit dem - alleinstehend recht  wenig abschreckenden - Straftatbestand der Nachstellung, machen eine  Abwehr und Verfolgung effektiver und nachhaltiger.   Leider ist es für das Beschreiten des Rechtsweges unerläßlich, das  Verhalten des Täters zu Beweiszwecken zu dokumentieren. Dies nötigt  Ihnen zusätzliche Kraft ab, kann aber auch dazu führen, daß die gefühlte  Hilflosigkeit in proaktives Handeln überwechselt und eine gewisse  Versachlichung der Situation eintritt.  Ein Anwalt, der mit der Vertretung von Stalking-Betroffenen Erfahrung  hat, kann zielgerichtet und effektiv dafür Sorge tragen, daß alle  Maßnahmen ergriffen werden, um dem Stalker Einhalt zu gebieten.  

Antrag auf Erlaß einer einstweiligen Anordnung

nach dem Gewaltschutzgesetz

Bei mehrfachen Belästigungen, Bedrohungen oder Übergriffen haben Sie  die Möglichkeit, beim Familiengericht gemäß §§ 210 ff. FamFG einen  Antrag auf Erlaß einer einstweiligen Anordnung nach dem  Gewaltschutzgesetz zu stellen, wenn die Anforderungen nach § 1  GewSchG vorliegen.  Durch die Anordnung kann dem Stalker verboten werden, sich bis auf  eine bestimmte Entfernung der Wohnung, dem Arbeitsplatz oder  anderen Orten, an denen Sie sich üblicherweise aufhalten, zu nähern  oder dort aufzuhalten. Außerdem kann die Kontaktaufnahme durch  Telekommunikationsmittel, z.B. Telefon oder Internet, oder durch Dritte  untersagt werden. Leben Täter und Opfer zusammen in einem Haushalt,  kann der Täter der Wohnung verwiesen werden. Im allgemeinen wird die  Anordnung für sechs Monate erlassen und kann auf (erneuten) Antrag  verlängert werden. Die Anordnung wird normalerweise binnen weniger  Stunden bis zu wenigen Tagen erlassen.  Den Antrag können Sie selbst stellen. Doch zeigt die Erfahrung, daß es in  dieser ohnehin belastenden Situation schwer ist, bei Antragsstellung  sowie bei der Polizei die Geschehnisse wiederholt schildern zu müssen.  Auch hier ist es ist besser, einen Anwalt zu beauftragen. 
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